Konzerte und Tickets für Hugo Barriol

Hugo Barriol

Das Schweigen eines Vaters, Therapie und zehn neue Lieder: Hugo veröffentlicht sein persönlichstes Album, komplett auf Französisch. Der aus Saint-Étienne stammende Sänger wuchs mit dem Schlagzeug auf. Doch erst auf der anderen Seite der Welt, in Sydney, begann er, auf der Strasse zu spielen. Er reiste, lernte Menschen kennen, beobachtete, schrieb und komponierte, ohne zu ahnen, dass er gerade jene Lieder schuf, die nach und nach den Verlauf seines Lebens verändern würden.
Während seiner Zeit in Paris spielte er zwei Jahre lang in der U-Bahn – fünf Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. 2015 gewann er den allerersten MetroMusic Award als bester U-Bahn-Sänger. Die Presse taufte ihn daraufhin «das Aschenputtel der Musik». Seine Geschichte nahm dann im Untergrund ihren Aufschwung: Dort lernte er seinen ersten Produzenten kennen. Seine Debüt-EP erschien, angeführt von dem Song «On the Road», der später mehr als 20 Millionen Streams erreichen sollte.

Drei EPs, zwei Alben und mehr als 50 Millionen Streams später wechselt Hugo Barriol die Sprache – vor allem aber verändert er die Distanz. Zum ersten Mal verliert er den Kontakt zu seinem Vater. Funkstille – seit über einem Jahr hat er nichts mehr von ihm gehört. Also fängt er an, einen Song zu schreiben. Dann zwei. Dann drei. In der Hoffnung, dass sein Vater darauf reagieren könnte, wenn er sie hört, dass sich vielleicht etwas ändern könnte.

Das Französische drängt sich ganz natürlich auf, ohne dass er sich jemals bewusst für den Wechsel entschieden hätte. Gleichzeitig beginnt Hugo eine Paartherapie, die alles verändert: Zum ersten Mal nimmt er Kontakt zu seinen Gefühlen auf, versteht die Abwehrmechanismen, die er im Laufe seines Lebens aufgebaut hat, und lernt, sich zu öffnen und zu kommunizieren. «Ich habe die Schleusen geöffnet und dieses Album geschrieben.»

In diesen zehn Songs bringt er all das zum Ausdruck, was er den Menschen, die ihm am nächsten stehen, nie laut sagen konnte: seine tiefsten Ängste, seine Wut, aber auch seine unermessliche Liebe. Das Album hätte «Famille», «Thérapie» oder «Mise à nu» heissen können. Hugo entschied sich für «Bleu», in Anlehnung an den Spitznamen, den ihm seine Liebsten als Kind gegeben hatten: Hugo Bleu.