Antilopen Gang

«Liebe Leute, es sieht leider nicht sonderlich gut aus für unsere Tour im Januar/Februar. Eigentlich soll es ja schon nächste Woche losgehen. Aber es zeichnet sich jetzt schon ab, dass in immer mehr Städten keine Konzerte stattfinden können. Ihr wisst ja selbst, dass die aktuelle Corona-Lage mal wieder beschissen ist. Wir müssen jetzt die Bund-Länder-Konferenz am Freitag abwarten, in der neue Corona-Richtlinien beschlossen werden sollen. Vorher wollen wir euch noch nichts Definitives sagen. Aber weil wir wissen, dass viele von euch sich genau wie wir sehr auf diese Tour freuen, möchten wir nicht länger unerwähnt lassen, dass das alles mal wieder wackelt. Es ärgert so sehr! Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben, alle Konzerte so bald wie möglich zu spielen.»

Als die Antilopen Gang im November 2014 mit «Aversion» ihren ersten Longplayer veröffentlichte, war das Trio nur einem kleinen Kreis gut informierter Underground-HipHop-Connaisseure bekannt. Doch das sollte sich nach «Aversion» und dem ein Jahr später veröffentlichten Mixtape «Abwasser» dramatisch ändern: Charteinstieg und einstweilige Verfügungen, ausverkaufte Touren und Morddrohungen, Rock am Ring und Freital, VIA Award, New Music Award und Amadeu Antonio Preis, Tagesschau und Kollaps.

Ihre Konzerte sind bewusstseinserweiternde Gruppentherapien: Irgendwo zwischen Drama, Komödie und Actionfilm reisst die Antilopen Gang auch live bekanntlich immer alles ab. Abend für Abend werden die Grenzen des HipHop-Kosmos neu ausgelotet und überschritten. Auf dem Weg in unbekannte Weiten wird die Antilopen Gang auch 2018 die Bretter, die die Welt bedeuten, als Schlagwaffen benutzen.